Das Herrenhaus

Das Herrenhaus

Zentrum des Werburg-Ensembles

as Zentrum des Werburg-Ensembles bildet das alte Herrenhaus. Ursprünglich stand das Herrenhaus im Winkel einer starken Burgmauer und war wegen des nassen Untergrundes auf Eichenpfählen fundamentiert.

Über die Jahrringchronologie ist seine Entstehung auf die Mitte des 15. Jahrhunderts datiert. In den folgenden Jahrhunderten veränderten es die verschiedenen Eigentümer nach ihren jeweiligen Bedürfnissen und nach dem Zeitgeschmack immer wieder. Das heutige Erscheinungsbild erhielt das Haus in der Barockzeit. Das Erdgeschoss mit seinen großen Fenstern ist massiv gemauert und verputzt, das Obergeschoss ist aus Fachwerk gebaut. Die Spuren der Umbauten sind überall daran zu erkennen, dass beispielsweise die Ständer des Fachwerks oder die Sparren des großen Krüppelwalmdaches in zweiter oder dritter Verwendung eingebaut sind.

Im Jahr 2008 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten an der erheblich verfallenen Substanz des Hauses.

Im März 2015 ist die Innensanierung vollendet worden.

Im Herrenhaus wurde im Juni 2016 das Werburg-Museum Spenge eröffnet.

Die Scheune

Die Scheune

Nach einer grundlegenden Sanierung im Jahre 1987 steht die Scheune für die öffentliche Nutzung zur Verfügung. Der quererschlossene Fachwerkbau unter einem Satteldach (erbaut vermutlich 18.Jahrhundert) umschließt einen sehr stimmungsvollen Raum mit etlichen Details des ursprünglichen landwirtschaftlichen Bedarfs. Die Scheune wird als Raum für Feierlichkeiten, Vereinsversammlungen und Skulpturenausstellungen genutzt.

Direkt östlich neben der Scheune steht ein kleines Backsteingebäude mit Satteldach, das vermutlich als Stall Ende des 19. oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Mit der Sanierung im Jahre 1989 wurde im östlichen Teil eine Toilettenanlage installiert. 2004 baute der Verein Werburg Spenge e.V. im westlichen Teil eine Teeküche zur besseren Versorgung der Veranstaltungen in der Scheune ein.

Das Torhaus

Das Torhaus

Das Torhaus mit der zentralen Durchfahrt wurde 1596 im Stil der Weserrenaissance erbaut. Charakteristisch dafür sind zahlreiche plastisch gearbeitete Werksteine an der Außenfront und der markante Treppengiebel.

Seltenheitswert hat das originale, aus Pappelholz gefertigte Tor, das früher über eine Zugbrücke erreichbar war. Noch heute sind oberhalb des Tores zwei Rollen zu erkennen, über die die Ketten der Brücke geführt wurden. Die Wehrhaftigkeit des Torhauses wird durch zwei Schießscharten an seiner Ostseite unterstrichen.

Heute wird das 2005/2006 sanierte Torhaus als Trauzimmer und Archiv der Stadt genutzt.